Ja, das ist auf jeden Fall sinnvoll. Neuer Putz kann von außen trocken aussehen, aber im Inneren noch zu feucht zum Streichen sein. Miss deshalb immer den Feuchtigkeitsgehalt der Wand. Dieser sollte unter 4 Prozent liegen, bevor du mit dem Grundieren beginnst.
Achte beim Messen besonders auf Fugen und Ecken, in denen der Putz oft dicker aufgetragen ist. Dort dauert das Trocknen länger und es kann noch mehr Feuchtigkeit eingeschlossen sein.
Ja, das ist möglich. Du kannst zum Beispiel Bautrockner oder Gebläse auf die Wand richten, um den Trocknungsprozess zu beschleunigen. Beachte jedoch, dass die Trocknung immer vom Wetter und der Luftfeuchtigkeit abhängt. Achte deshalb auch auf eine gute Belüftung im Raum. Nur so kannst du sicher sein, dass der Putz wirklich trocken ist und du ohne Risiko streichen kannst.
Das ist möglich, aber es hängt davon ab, wie sauber der Putz ausgeführt wurde. Kleine Unebenheiten kannst du oft selbst ausbessern, zum Beispiel durch leichtes Schleifen oder Spachteln. Wenn du die Wand streichen möchtest, solltest du den Putz immer in Qualität Klasse 1 streichfertig ausführen lassen. So ersparst du dir nachträgliche Korrekturen.
Zu einem gesunden Zuhause gehört auch eine Wandbeschichtung, die atmen kann. Das nennt man diffusionsoffenes Bauen. Eine diffusionsoffene Wand kann Feuchtigkeit aufnehmen und später wieder abgeben. So bleibt das Raumklima stabiler und gesünder.
Für eine diffusionsoffene Putzschicht eignet sich besonders Kalkmörtel:
Kalkmörtel ist stark, natürlich und von Natur aus feuchtigkeitsregulierend. Ideal für Wände, die atmen sollen und gleichzeitig eine robuste Oberfläche brauchen.
Wenn du diese Wände anschließend mit einer ebenfalls diffusionsoffenen Farbe wie Kalkfarbe oder Lehmfarbe streichst, bleibt der atmungsaktive Effekt vollständig erhalten.